Auftritt im Sommer 2004, oder mit was sich Musiker sonst noch `rumplagen müssen:
...Und nun zur „Scharbeutz-Geschichte“. In Scharbeutz findet jedes Jahr ein Stadtfest, entlang der Uferpromenade statt. Jedes mal wenn wir da spielen, ist es kalt, der Wind weht und es regnet – so auch dieses mal. Das hält uns aber nicht davon ab, gute Laune zu haben und die Leute froh zu stimmen...
Außerdem befindet sich, zur weiteren Launesteigerung, gegenüber der Bühne immer der tolle Brotstand, an dem direkt im Lehmofen gebacken wird. Es riecht nicht nur gut, es schmeckt auch einmalig und wenn unser Auftritt vorbei ist, schenken uns die Brotleute immer Tütenweise leckeres Backwerk. (Vielen Dank!)
Doch das nur nebenbei.
Da wir uns ja alle ganz doll liebhaben, sagen wir uns nach den Auftritten immer nett tschüß, in dem wir uns drücken und knuddeln. So auch Claus und Günter. Hier scheint die Liebe so groß zu sein, dass Günters rahmenlose Brille diesen Liebkosungen zum Opfer fiel und ein Glas abbrach. Klarer Versicherungsfall...sollte man meinen. Claus zeigte dieses nun bei seiner Versicherung an und Günter brachte die Brille schnell zum Optiker, denn seine Ersatzbrille war wohl nicht mehr so richtig aktuell.
Dem Volke sehr fürsorglich, meldete sich die Versicherung bei Günter und verkündete promt Negatives: Django zahlt heut` nicht.
Begründung: Günter, bzw. der Optiker hätte das kaputte Glas als „Beweisstück“ aufheben müssen. (Wer hebt kaputtes Glas auf)? Die Brille war ja offensichtlich nicht vollständig, als sie beim Optiker an kam.
Claus gab alles zu.
Mehrere „Zeugen“ (Teilnehmer der Yellowmoonschen Sammellliebkosungen), hatten den Vorgang beobachtet und waren bereit, dies vor Gericht zu bezeugen, denn dazu kam es dann auch!
Gerichtstermin!
Vorladung!
Der Geschädigte Günter Glatz solle mit dem Beklagten Claus Diercks und den Zeugen Martin Röttger und Helmut Busch vor dem Hamburger Landgericht erscheinen. Leider mussten sie dem Gericht mitteilen, dass der Termin nicht passe, den der Geschädigte sei mit dem Beklagten und einem der Zeugen im Urlaub in Italien.
Termin vertagt – neuer Termin. Der Geschädigte tritt vor den Richter und schildert den Vorgang. Der Beklagte bestätigt und bereut seine Schuld. Der Richter schüttelt den Kopf und fragt sich, was die Zeugen hier noch sollen. Der Versicherungsmann schaut beschämt auf den Fußboden. Fall erledigt, Versicherungsbeiträge zum Fenster raus. Zum nächsten Auftritt, in Scharbeutz, ein Jahr später, hatte Günter dann auch sein Geld...
Herzlichen Glückwunsch.