Yellow Moon im Hotel von Barbara Grischek
Es ist zwei Uhr nachts. Eigentlich schlafen wir schon im stehen. Nicht eigentlich. Wir schlafen schon. Und träumen folgenden Traum:
Gut gelaunt und fröhlich betreten wir das Foyer des Hotels. Eine freundliche, um diese Nachtzeit noch sehr passabel aussehende, junge Dame empfängt uns überfreundlich, aber unaufdringlich am Empfangstresen, der dezent mit ein paar herbstlich anmutenden Astern (nicht Austern) geschmückt ist. Augenzwinkernd verteilt sie die Schlüssel zu unseren Zimmern, gibt bekannt dass man sehr gerne bis 11.00h zum Frühstück kommen kann und wünscht uns eine angenehme Nachtruhe. Noch beschwingt vom Auftritt gehen wir, mit einem lustig Liedlein auf den Lippen zum Fahrstuhl, um uns auf unsere Zimmer zu begeben. Noch nicht recht müde, treffen wir uns noch bei Martin und Sören, um noch einen Schluck gesunden Bio-Apfelsaft zu uns zu nehmen. Bald aber schon wollen wir (vernünftiger weise) zu Bett gehen und betreten unbeschwert und in Vorfreude auf kuschelige Betten unsere vorher gut gelüfteten Zimmer. Wie immer liegen Zeitungen bereit und auf dem Nachtisch ein kleiner Schlaftrunk der Saison. Auch an eine praktische Fernbedienung für den Fernseher ist da, damit es uns an nichts fehlen soll. Doch vorher noch die Abendtoilette. Hier ein kleiner Wehrmutstropfen: Es gibt keine Sonnenbrillen, die uns vor dem gleißenden Glanz des Badezimmers schützen könnten. Na, drücken wir mal ein Auge zu. Nachdem das auch erledigt wäre, gehe ich noch mal zu Helmut und Günter rüber, um zu sehen, ob es ihnen auch gut geht, denn es ist so still da drüben. Man hört ja gar nichts, bei den dicken Wänden… Schlussendlich sage ich „gute Nacht, John-Boy“, gehe zurück und schließe die Sonnendichten Jalousien, lege mich in das Wirbelsäulen freundliche Bett, um mal so richtig auszuschlafen. „Gute Nacht, Elisabeth.“
Lesen Sie demnächst: „Yellow Moon beim Frühstück“. |