Jedes Kind träumte irgendwann mal vom ganz großen Coup, berühmt zu sein. Als damals noch Linda de Mol allwöchentlich im Fernseher zur Mini Playback Show auf einem der größten deutschen Privatsender einlud, war die Sehnsucht immer besonders groß. Wie gerne wollte man als kleiner Stift oder “Stiftin” aus der silbernen Diskokugel kommen und seinem Idol – auch wenn nur durch ein gecovertes Lied – einem Stück näher kommen. Man war schön gekleidet, fast genauso wie der prominente Vorgänger.
Doch auch diese Vorgänger müssen es erst einmal mit ihrer Arbeit, also ihrer Musik, was in diesem Fall durchaus als ihr Kapital zu bezeichnen ist, es geschafft haben. Denn wie immer ist auch hier von dem Spruch “von nix kommt nix” die Rede. Auch wenn es sich in diesem Moment vielleicht sehr trivial anhört, so ist es im Endeffekt doch wieder wahr – doch nun könnte dieses fast schon preußisch scheinende Zitat von Arbeit zerissen werden. Schließlich glauben Forscher der Universität Bristol nun eine Formel gefunden zu haben, wie man feststellen kann, ob ein Song ein Hit wird oder eben nicht.
Dabei untersuchten die Forscher die Chartlisten der vergangen Jahre in Groß Britanien. Dabei untersuchte ein Computer Eigenschaften wie Tempo, Takt, Länge oder Lautstärke – insgesamt waren es 23 Eigenschaften. Dann verglichen die Forscher frühere mit diesen Songs – und hätten praktisch den Erfolg dieser Songs voraussagen können. In der Mathematik nennt man dieses Vorgehen auch Algorithmus. Nun könnte man sich allerdings auch nicht darauf verlassen, schließlich sprechen die Forscher auch von “außermusikalischen Gründen”, wenn so mancher Song doch ein Hit wird oder wurde – wie bei der Wiederveröffentlichung von “Man in the Mirror” nach Michael Jacksons Tod 2009. Der “King of Pop” war sowieso wahrscheinlich der Künstler, der am meisten bei der Mini Playback Show gecovert wurde.
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