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‘Watch The Throne’ von Kanye West und Jay-Z

Jay-Z, Foto von whittlz/flickr.com

Jay-Z, Foto von whittlz/flickr.com

Das sich zwei solche Hip-Hop-Größen mal zusammen tun, damit hätte wohl kaum jemand gerechnet. Einfach schon aus dem Grund, dass man davon ausgeht, dass sich dermaßen große Egos nicht im selben Raum aufhalten können, aber es ist dennoch geschehen: Jay-Z und Kanye West haben ein Album zusammen aufgenommen.
Und da Bescheidenheit nicht so ihr Ding ist machen die zwei auch direkt mit einer gold-verzierten Verpackung und dem entsprechenden Titel „Watch The Throne“ klar, wer auf diesem sitzt. Doch genau das ist auch das Problem, denn in ihrem „luxury rap“ geht es die ganze Zeit nur darum wie cool diese beiden doch sind und wie viele Geld sie haben und wofür sie dieses ausgeben: Champagner, Hennesy, Maybachs und Mercedes und eigentlich bräuchten sie auch mehr Arme und Hände um den ganzen teuren Schmuck auszuführen. Das Ganze ist also nicht besonders gehaltvoll und somit auf die Dauer ermüdend, aber als reichster (Jay-Z) und drittreichster (Kanye) Rap-Star der Welt muss man wohl auch mal sein Revier markieren.

Nur einige wenige Tracks auf dem Album lassen durchblicken was es tatsächlich hätte werden können, eine Platte mit Inhalt. Einer dieser seltenen Tracks mit Thematik ist “Murder To Excellence“. Denn die Rap-Qualitäten eine Jay-Z stellt niemand in Frage, kaum jemand rappt so technisch versiert, astrein und blitzsauber und auch Kanye wirkt zwar im direkten Vergleich weniger spritzig, gibt aber immer noch einen ordentlichen MC ab. Außerdem schafft er es regelmäßig mit seinem Produzenten-Talent, seiner Aufgeschlossenheit und seine schier grenzenlosen Musikalität selbst Nicht-Kanye-Jüngern zu überzeugen.

Doch all die Rap-Skills, fantastischen Beats und mitreißenden Stimmungs-Wechsel sind trotzdem nichts wenn lyrisch so wenig geboten wird, dass man Gähnen muss. Auch sind wenig prominente Feature-Gäste dabei. Es scheint alles etwas halbherzig, und auch wenn es musikalisch schpn einiges zu bieten hat so verschenkt die Platte “Watch The Throne” schon an der Front zu viel Potenzial.

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